Tuesday, 25 April 2017 - Pia


Heute war der letzte Dienstag von unserem Amerika Aufenthalt und Dienstag heißt für die Deutschen special classes. Wir mussten also nicht unseren Partnern in den Unterricht folgen sondern hatten besondere Aktivitäten.


In der ersten Stunde trafen wir uns alle in 118, dem Ausweichquartier zum Spartan Room, wo wir über die Thema Waffen und Jugendslang sprachen und von Mr Wheaton, dem Autoshop teacher, einen Satz T-Shirts geschenkt bekamen.  Dann gingen wir gemeinsam zur zweiten Stunde zum engineering / architecture department. Unter Anleitung von Mr Neumeyer bildeten wir Zweier-Teams und hatten den Auftrag eine Brücke zu bauen. Es gab natürlich auch kleine Einschränkungen: wir durften nur 12 inches Klebeband und 12 Blätter Papier hernehmen. Das Ziel war die längste Brücke der Gruppe zu haben. Jedes Team hatte andere Methoden und ein anderes Ergebnis, aber wer wirklich gewann konnten wir aus Zeitgründen nicht feststellen, was Herrn Wolf fünf Dollar Wetteinsatz ersparte.


Zur dritten Stunde kam Mr. Blase zu uns in den Spartan Room, einer der Mathelehrer von der Doherty High School. Dieser war aber nicht nur in der USA Lehrer, sondern er war auch in Indien und in der Slowakei. Deshalb konnte er uns viel über verschiedene Schulsysteme erzählen und wir diskutierten über die Unterschiede zwischen Schulen in verschiedenen Ländern.


Geplant war für die 4. Stunde, dass wir mir dem Bandlehrer, Mr. Williams, raus gehen würden um marschieren für die Marching Band zu lernen, aber auf Grund eines lockdowns (in der Nachbarschaft lief ein Polizeieinsatz weshalb aus Sicherheitsgründen alle Türen nach draußen verschlossen waren und wir auf Anweisung der Polizei im Schulgebäude bleiben mussten) gingen wir in den Band Raum. Dort fingen wir an Namen in Musiknoten zu übersetzen und sie mit dem Xylophon zu spielen. Am Ende holte Mr. Williams noch andere Instrumente hervor und alle spielten zusammen. Obwohl keiner von uns Noten hatte, hörte sich das echt super an.


Die Doherty High School hat ein eigenes Schwimmbad und zu dem gingen wir nach der Mittagspause für zwei Schulstunden unter Anleitung von Mrs Hart. Die meisten von uns sind 16 Jahre alt aber es ist echt beeindruckend wie ein bisschen Wasser uns zu 5-jährigen Kleinkindern macht. Die GAPPitos warfen Bälle, tauchten sich gegenseitig unter und spielten Hahnenkampf.



Ziemlich erschöpft gingen wir zum letzten Programmpunkt: Slam Poetry. Obwohl wir schon mal eine Slam Poetry Klasse bei Mrs Maberry besucht hatten, was es heute anders. Wir schrieben nämlich selbst welche, anstatt sie uns anzuhören und sie zu bewerten. Ich wusste garnicht, dass wir talentierte Schriftsteller in der Gruppe hatten. Dies war jedenfalls eine gute Möglichkeit ihr Talent in der Vordergrund treten zu lassen.



Nach diesem langen und abwechslungsreichen Schultag bin ich bestimmt nicht die einzige, die erleichtert ist, nichts größeres als Pizzaessen und Schlafen für den Nachmittag geplant zu haben, den morgen steht in aller Frühe unser Ausflug nach Alamosa an. Und außerdem schneit es draußen schon wieder riesige Schneeflocken.  

Pia

... ach ja, das Video: