Sunday, 9 April 2017 - Carola


Heute durfte ich einen mormonischen Gottesdienst besuchen. Als meine Austauschpartnerin mir erzählte, dass die Kirche drei Stunden dauern wird, dachte ich zuerst, es würde langweilig werden.

Der Gottesdienst war aber total anders als ich ihn mir vorgestellt hatte. Im Gegensatz zur christlichen Messe in Deutschland besteht sie hier aus drei Teilen. Zuerst ist es ähnlich wie ich es kenne. Gläubige versammeln sich in der Kirche, in dem größten Raum des Gebäudes, um den Gottesdienst zu feiern. Auch gibt es eine Kommunion, wobei statt Hostien einfache Brotstücke und statt Wein Wasser ausgeteilt werden. Dann wird von drei bis vier Kirchenmitgliedern ein Vortrag gehalten, welches Thema ist ihnen überlassen. Dieser erste Teil dauert meist eine Stunde.

Danach werden die Kinder und Erwachsenen aufgeteilt, d.h. die 12-13jährigen, die 14-15jährigen, die 16-18jährigen und die Erwachsenen kommen jeweils in Gruppen. In kleinen Räumen neben der Kirche findet dann sozusagen Unterricht statt, der jedoch wesentlich entspannter und gemeinschaftlicher als in der Schule ist. In der heutigen Stunde haben wir gelernt, wie man sein Zeugnis zur Religion festigen kann und mit dem Versuch mit Marshmallows und Spaghetti einen Turm zu bauen zur Veranschaulichung  stellte sich heraus, dass man ein starkes Fundament dafür braucht.

Nach einer weiteren Stunde werden dann Jungen und Mädchen getrennt und nachdem jeweils das Gebet und der traditionelle Spruch aufgesagt wurden, werden dann noch die jungen Frauen und Männer in die Altersgruppen eingeteilt. Wieder findet Unterricht statt und dort haben wir gelernt, wieso es das Buch Mormon gibt und es so wichtig ist.

Nach insgesamt drei Stunden war dann der gesamte Gottesdienst vorbei. Die Kirche ist wirklich wie im Flug vergangen und es hat sehr viel Spaß gemacht daran teilzunehmen!

Carola