Monday, 10 April 2017 - Richie


Heute hatten wir unseren ersten amerikanischen Montag, und nach einem so spannenden Wochenende auch der erste Tag, an dem ich mal nicht um halb sieben Uhr morgens aufstehen wollte.

Allerdings hatte ich einen spannenden Tag vor mir, denn heute waren die sogenannten “special classes” dran. Dabei besuchten wir verschiedene Klassen, die einen besonderen Unterricht bieten, den wir so nicht kennen. 


Als erstes hatten wir “Pottery”, was auf Deutsch Töpfern heißt. Eine der zwei Kunstlehrerinnen der gesamten Schule, Mrs George, zeigte uns wie man den Ton richtig auf die Drehscheibe schmeißt und dann mit Geduld und Gefühl ein Kunstwerk mit seinen Händen formt. Ein paar deutsche Schüler durften es ausprobieren, mussten aber feststellen, dass dies gar nicht so einfach war.







Danach besuchten wir eine Klasse bei Mrs Neumeyer, die es erst seit diesem Schuljahr gibt, dort zeigten uns zwei Stunden lang amerikanische Schüler wie man über den Computer seine eigene App entwickeln kann.


Zum ”Lunch“ sind ich und mein Austauschpartner Kyle mit einigen anderen Austauschschülern zu einem chinesischen Restaurant gegangen.

Nach dem Lunch konnten die Jungs ihre “Baseball Skills” unter Beweis stellen, nachdem wir eine tolle Einführung in diesen amerikanischen Sport von zwei Angestellten der lokalen Baseballmanschaft, den Colorado Sky Sox, bekommen hatten. ( “GO SOX “)


Zur Erholung konnten wir daraufhin in der Schulbibliothek entspannen und unserer Familie und Freunden Postkarten schreiben. Die letzte Stunde war eine der interessantesten Unterrichtsstunden. Denn es geht um “Poetry Slam”. Beim Poetry Slam schreibt man ein Gedicht über etwas das einen stört oder die ganze Zeit beschäftigt, wie z.B Schule und Politik oder, besonders beliebt, Liebe. Dann stellt man sich vor das Publikum und trägt sein Gedicht vor den anderen vor. Deren Aufgabe ist es, während des Vortrags des Gedichts, dem Poeten Feedback zu geben indem man auf den Tisch haut oder mit den Fingern schnipst oder zustimmend "hm" sagt. Wir, “the Germans”, hatten die große Ehre die Vorträge zu bewerten und einen Sieger zu küren. Trotz der Tatsache, dass sie eine knallharte Jury vor sich hatten, waren die Amerikaner stolz ihre Gedichte vorzutragen, und wir waren fasziniert von deren unglaublich guten Gedichten. Wir hatten sogar zwei Schüler, die das auf nationaler Ebene praktizieren.






Während die Jungs sich also mit Baseball, Postkarten und Gedichten beschäftigten, besuchten die Mädchen den "Autoshop" von Mr. Wheeler. Dort übten Sie Reifen wechseln, mit Motoren arbeiten und lernten eine Autowerkstatt von innen kennen.





Nach der Schule sind ich und mein Austauschpartner zu einem mexikanischen Restaurant namens QDOBA, wo Kyle arbeitet, Essen gegangen. Daraufhin haben ich, Kyle und Keira (Kyles Schwester) in ganz Colorado Springs eine Bank gesucht, wo ich mit meiner deutschen Bankkarte Geld abheben kann. Während der Fahrt haben wir laut Musik angemacht und einfach die atemberaubende Aussicht auf die Häuser, die Straßen und vor allem die "Rocky Mountains” genossen. Nach unserer Erfolglosen Herumfahrerei, wurden wir Zuhause mit leckerem selbstgekochtem Essen erwartet und zwar mit “Steak and Fried Potatoes”, als Beilage gab es einem leckeren selbstgemachten Salat.

Nach einem so langen Tag konnte ich auch nur noch leider ein oder zwei Stunden Zeit mit der Familie verbringen, da ich so müde war, dass ich schon um 8pm Schlafen gegangen bin.

Richard